Heise Netze

  1. Am 11. Juni soll die Netzneutralität in den USA abgeschafft werden. Der Senat hat sich nun in einer knappen Abstimmung für ihre Erhaltung ausgesprochen. Doch die Zustimmung des Unterhauses und des Präsidenten sind alles andere als gesichert.
  2. Google verbessert die Ortung mit Android. Im Freien geht das mit Dualband- und Differenzial-GPS. In Innenräumen müssen 3 WLAN-Hotspots mit 802.11mc bereitstehen.
  3. Nach ZTE nimmt sich das US-Justizministerium nun offenbar auch Huawei zur Brust: Einem Medienbericht zufolge ermittelt das Ministerium gegen gegen den chinesischen Ausrüster wegen mutmaßlicher Lieferungen an den Iran – das könnte Konsequenzen haben.
  4. Laut Sipgate, dem Betreiber des Dienstes, wurde die letzte Lücke vor wenigen Tagen geschlossen. Damit sind iOS-Geräte unter einer weiteren Rufnummer aus allen drei deutschen Mobilfunknetzen erreichbar.
  5. Natürlich wird auch in Washington, D.C., heftig spioniert, unter anderem mit IMSI-Catchern. Doch die zuständige Abteilung des Ministeriums für Heimatschutz tut nichts dagegen. Es hat nicht einmal die notwendige Ausrüstung beschafft.
  6. Statt einer Platine für alle Komponenten hat der Router nur ein Basisboard. Bei Bedarf wird es über Steckmodule erweitert. Dafür hat CZ.NIC ein passendes Gehäusekonzept entwickelt.
  7. Mit einem neuen Werkzeug für Administratoren will Viavi Flaschenhälse beim Einsatz von Cloud-Applikationen und VoIP-Diensten aufzeigen.
  8. DNSSEC, ANAME, DNAME, QMinimization, EDNS – verstehen Sie alles nicht? Denen, die diese Erweiterungen des Domain Name System implementieren sollen, geht auch langsam die Luft aus. Ein Praktiker appelliert jetzt, kürzer zu treten.
  9. Trotz klaren Widerstands vieler Entwickler landet ein Thema wieder und wieder auf der Tagesordnung der Internet Engineering Task Force: Banken und Behörden fordern einen Zugang zu verschlüsselten Verbindungen - angeblich der Fehlersuche wegen.
  10. Über 30 Jahre alt ist das DNS und mit diversen Ergänzungen mittlerweile schwer überschaubar. Braucht es ein Re-Design oder sollte man es gleich pensionieren?
  11. Jahrelang hat A1 Verkehrsdaten gespeichert, die zu löschen gewesen wären. Mehr als 14.000 Kunden sind betroffen. Die Strafdrohung beschränkt sich auf 218 Euro. Dem Whistleblower, der den Fall aufgedeckt haben dürfte, drohen 25.000 Euro.
  12. A1 soll jahrelang Verbindungs- und Standortdaten zehntausender Kunden rechtswidrig gespeichert haben. Der österreichische Netzbetreiber bedauert.
  13. GPS-Tracker haben etwas Beruhigendes. Streunt die Katze länger als gewohnt umher, kehrt das Fahrrad nicht selbst vom Kneipenbummel zurück – mit einem Tracker kann man sich leicht vergewissern, wo sie gerade sind.
  14. Der Marktanteil von Smartphones ist in Afrika rückläufig. Ein chinesischer Hersteller einfacherer Feature-Phones aber auch Smartphones verkaufte 2017 dort sogar mehr Handys als Samsung.
  15. Mit dem Satellite-Dienst bekommt das Smartphone eine zweite Mobilfunkrufnummer ohne SIM-Karten-Bindung gratis. Das dürfte Nutzer interessieren, die geschäftliche und private Telefonie trennen wollen. Die wichtigsten Funktionen überzeugen.
  16. Äußerlich gleich, innen flotter als der Vorgänger 7580: Die Fritzbox 7583 schafft an gebondeten G.fast-Anschlüssen maximal 3 GBit/s Downloadrate. Super Vectoring beherrscht sie aber auch.
  17. Die beiden deutschen Mobilfunker wollen bei der Glasfaseranbindung ihrer Antennen eng zusammenarbeiten. Telefónica verkauft dem Partner Vodafone darüber hinaus wichtige Frequenzen für 5G.
  18. Bisher waren Mobilfunkrufnummern fest an SIM-Karten gebunden, auch mit eSIMs ändert sich das nicht grundsätzlich. Sipgate knüpft sie an eine App. Partner, Vereine oder kleine Firmen können so leicht eine Nummer nutzen, etwa via WLAN.
  19. Abschreibungen von Markenwerten bescheren der A1 Telekom Austria Group einen Quartalsverlust. Die Abschreibungen belasten voraussichtlich auch nächstes Jahr noch das Ergebnis.
  20. Die Entwicklung des 5G-Mobilfunks wird schneller. Laut Nokia und Qualcomm sollen bereits in diesem Jahr Feldversuche beginnen, die den kommerziellen Betrieb vorbereiten. Möglicherweise wird Deutschland zu den 5G-Vorreitern gehören.